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Der Usprung der Philosophie aus dem alten Griechenland: 1. Sokrates (469 / 70 - 399 v. Chr.) ("Ich weiß, daß ich nichts weiß") Seine Philosophie war das Fragen. Sokrates war verheiratet, hatte drei Söhne und war von Beruf Bildhauer. Sowohl den Beruf als auch die Familie vernachlässigte er, um seinen philosophischen Gesprächen nachzugehen. Während er durch die Straßen Athens wanderte, sprach er die Menschen an. Er führte ihnen vor Augen, daß sie nicht wirklich über das wissen, wovon sie sprechen. Seine Suche nach der Wahrheit machte ihn bei der Obrigkeit unbeliebt. Er hinterfragte den Alltag und stellte in Ordnung in Athen in Frage. Ein Gericht klagte ihn der Verführung der Jugend an. Er verleite die Jugend durch rebellische Fragen, statt sie im Beistehenden zu unterweisen. Außerdem wurde ihm die "Einführung neuer Gottheiten" vorgeworfen, da er aufforderte, die Vernunft zu gebrauchen. Sokrates rückte nicht ab von seiner Philosophie und wurde zum Tode verurteilt. 399 v. Chr. mußte er einen Becher Gift trinken, den Schierlingsbecher. Sokrates stirbt, wie er gelebt hat. Bis das Schierlingsgift wirkt, bedrängt er die Anwesenden mit Fragen. Sie sollen Rechenschaft über ihr Handeln ablegen. Sokrates selbst hat nie Schriften angefertigt. Was man über ihn weiß, wurde hauptsächlich von seinem Schüler Platon übermittelt. 2. Platon (427 - 347 v. Chr.) Schüler von Sokrates Platon war ursprünglich von von vornehmlicher Herkunft und für eine politische Laufbahn vorgesehen. Er gündete und leitete die weltweit erste Philosophenschule. Im Geiste seine ehemaligen Lehrers Sokrates war Platon davon überzeugt, daß der Weg zu wirklichem Wissen nur über die Erkenntnis der eigenen Unwissenheit führt. Laut Platon besitzt der Mensch in seiner Seele Urbilder. Jenes der Gerechtigkeit beispielsweise befähigt zu spüren, ob eine Tat gerecht ist oder nicht. Platons Ideenleere basiert auf diesen Urbildern. "Alles will im Dasein seine ihm eigentümliche Schönheit, seine Idee verwirklichen." So auch die "platonische Liebe", welche ursprünglich das Streben nach der wahren Idee der Liebe bezeichnete. Platons Thesen, die schon fast zweieinhalb Jahrtausende das Denken des Abendlandes prägen, scheinen selbst ein Urbild geworden zu sein. Ein Urbild für das Philosophieren. Oder wie es Jean-Jacques Rousseau sagte, "eine Philosophie für Liebende". 3. Aristoteles (um 384 - 322 v. Chr.) Mit Aristoteles wird die Philosophie zur allumfassenden Angelegenheit. Er untersucht Pflanzen, Tiere, Gestirne, Staatsverfassungen, Dichtkunst und Rhetorik. Heute gilt er neben Platon zurecht als größter griechischer Philosoph. "Werde, was Du bist", fordert Aristoteles, der den "Logos" des Menschen erforscht. Dabei erkennt er nur die Realitäten des Erfahrbaren. Dies macht ihn zum eigentlichen Begründer der Wissenschaften. Seine praktische Philosophie bezieht sich auf das menschliche Handeln und damit auf die Tugenden. Neben der Verstandestugend "Weisheit" gibt es die ethische Tugend. Sie ist immer das Mittel zwischen zwei Extremen: Die Tugend der Freigiebigkeit z.B. liegt zwischen Geit und Verschwendung, die Tapferkeit ist das Mittel zwischen Feigheit und Draufgängertum. Die Bedeutung der arestotischen Philosophie für das Mittelalter bezieht sich vor allem auf sein Weltbild vom "alles bewegenden Beweger", von Gott. Alles ist und bleibt in Bewegung, indem es zu Gott strebt, der selbst unbewegt ist. |
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